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    <title>LAS-Blog</title>
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    <description>Interessantes und Wunderbares aus der Welt des Laufens</description>
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<item rdf:about="http://www.las-verlag.com/blog/index.php?/archives/1-guid.html">
    <title>Laufverletzungen, Vorfußlaufen, Rückfußlaufen</title>
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    &lt;p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;verdana,arial,helvetica,sans-serif&quot;&gt; Ich forsche also nach.&lt;br /&gt; &lt;a href=&quot;http://bjsm.bmj.com/content/41/8/469.full.pdf&quot;&gt;Untersuchungen&lt;/a&gt; zufolge erleiden im jährlichen Durchschnitt zwischen 19,4 % und 79,3 % (je nach Untersuchung) aller Ausdauerläuferinnen und -läufer eine ernsthafte Verletzung der unteren Extremitäten. Damit wäre der Ausdauerlauf eine der verletzungsanfälligsten Sportarten überhaupt!&lt;br /&gt;Laufverletzungen haben wahrscheinlich etwas mit der Art, wie der Fuß beim Laufen auf den Boden auftrifft, zu tun. Denn der Läufer muss bei jedem Aufprall seines Fußes das Zwei- bis Dreifache seines Körpergewichtes abfangen. Vorfußläufer berühren den Untergrund zuerst mit dem Ballen, Mittelfußläufer mit Ballen und Ferse gleichzeitig, und Rückfußläufer kommen als Erstes mit der Ferse auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rückfußläufer stellen die größte Gruppe, bis zu einem Viertel der Läufer sind Mittelfußläufer und ein kleines Häuflein unter den Läuferscharen bevorzugt die Vorfuß-Lauftechnik.&lt;br /&gt;Die medizinische Argumentation für den Rückfußlauf ist im Grunde der Ansicht, dass der Mensch nicht zum Laufen gebaut sei und dass er deshalb jede denkbare orthopädische Unterstützung für diesen Sport benötige.&lt;br /&gt;Vorfußläufer dagegen verweisen darauf, dass es erst seit Anfang der 1970er-Jahre, also dem Zeitpunkt, an dem der gepolsterte Laufschuh erfunden wurde, zu einem sprunghaften Anstieg von Laufverletzten kam. Die gepolsterten Laufschuhe zwängen zum Rückfußlauf, barfuß könne man nicht mit der Ferse zuerst auftreffen, weil dies einfach zu starke Schmerzen bereite. Daher sei die dicke Sohle die Ursache für die Vielzahl der Verletzungen.&lt;br /&gt;Beide Seiten argumentieren aus dem Bauch heraus oder aus wirtschaftlichen Interessen. Jedenfalls konnte bisher weder die Laufschuhindustrie den Beweis erbringen, dass dämpfende Laufschuhsohlen verletzungsmindernd wirken, noch die Vorfußläufer nachweisen, dass ihre Technik am besten vor Verletzungen schützt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man vom Fersensporn mattgesetzt wurde, konnte man das bislang auf seinen schwächelnden Körper schieben, die eigene Dummheit, Übertraining, oder resignierend darauf, dass der Mensch wohl tatsächlich nicht zum Läufer geboren ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzte Behauptung allerdings kann man so nicht stehen lassen. Jedenfalls nicht mehr seit dem Jahr 2004, als ein gewisser Daniel E. Lieberman, Professor für Evolutionsbiologie an der Harvard University, einen Artikel über &amp;quot;Ausdauerlaufen und die Entwicklung des Menschen&amp;quot; publizierte.&lt;br /&gt;Evolutionsbiologen beschäftigen sich mit der Frage, wieso der Mensch so aussieht und funktioniert, wie er eben aussieht und funktioniert. Oder anders gesagt: Evolutionsbiologen versuchen der Weisheit, die die Natur in den Menschen investiert hat, auf die Schliche zu kommen.&lt;br /&gt;Prof. Lieberman legte in seinem Artikel dar (auf Englisch, downzuloaden unter: &lt;a href=&quot;http://www.fas.harvard.edu/%7Eskeleton/pdfs/2004e.pdf&quot;&gt;http://www.fas.harvard.edu/~skeleton/pdfs/2004e.pdf&lt;/a&gt;), dass die Fähigkeit zum Dauerlauf der Schlüssel zur erstaunlichen Entwicklung des Menschen gewesen wäre, seit er sich vor zwei Millionen Jahren in der afrikanischen Savanne auf seine beiden Hinterfüße aufrichtete. Und nicht nur das. Der Spezies homo sapiens ist in punkto Ausdauerlauf fast allen seinen Säugetier-Konkurrenten überlegen. Der Mensch ist also zum Läufer geboren. Das Laufen über weite Strecken, vor allem zum Zwecke der Ausdauerjagd, das heißt, anderen Tiere so lange nachzulaufen, bis sie tot umfallen, ist ihm evolutionär in die Wiege gelegt.&lt;br /&gt;Es ist nun schwerlich vorstellbar, dass die Mehrzahl der frühen homines sapientes, von Plantarfasziitis, Achillessehnenreizung und Runner&#039;s Knee geplagt, über die Prärie gehumpelt ist. Die Altsteinzeit war schließlich kein Ponyhof, und der nächste hungrige Säbelzahntiger nicht weit.&lt;br /&gt;Die heutige Laufverletzungsepidemie muss also andere Ursachen haben als den angeblich physiologisch falschen Bauplan des Menschen, in dessen Körper immerhin zweitausend Jahrtausende Erfahrung als Lauftier stecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit 2004 trugen Anthropologen immer mehr Beweise zusammen, dass der aufrecht gehende Mensch sich als Läufer entwickelt hat, und nicht als Spaziergänger wie etwa der Schimpanse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem der homo sapiens also als Ausdauergigant enttarnt war, wandte sich das Forschungsinteresse Prof. Liebermans folgerichtig der Frage zu, wie unsere Vorfahren zu Lauftieren werden konnten, ohne andauernd verletzt zu sein.&lt;br /&gt;Die Ergebnisse können auf der Webseite&lt;/font&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;verdana,arial,helvetica,sans-serif&quot;&gt; der Harvard Universität unter dem Titel &lt;span class=&quot;title&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.barefootrunning.fas.harvard.edu/1WhyConsiderFootStrike.html&quot;&gt;Biomechanics of Foot Strikes &amp;amp; Applications to Running Barefoot or in Minimal Footwear&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;title&quot;&gt;nachgelesen werden.&lt;br /&gt;So vie&lt;/span&gt;&lt;span class=&quot;title&quot;&gt;l sei schon mal verraten: Der Mensch bewegte sich zwei Millionen Jahre lang barfuß fort, und er läuft erst seit 40 Jahren in Nike, Adidas, Brooks oder Asics.&lt;br /&gt;Auch dem frühen Menschen standen alle drei Lauftechniken zur Verfügung. In der Regel bevorzugte er wohl den Vorfußlauf.&lt;br /&gt;Warum?&lt;br /&gt;Weil die Erstberührung mit dem Vorfuß den starken Aufprallschock vermeidet, den das Aufkommen mit der Ferse verursacht und der sich dann durch den Körper nach oben fortpflanzt, mit allen nachteiligen Folgen für die menschliche Biomechanik.&lt;br /&gt;Beim Vorfußlaufen wird der vertikale Aufprallschock effizienter in Bewegungsenergie umgewandelt, ähnlich einem Bleistift, den man nicht senkrecht fallen lässt (Fersenlauf), sondern in einem Winkel auf den Boden auftreffen lässt (Vorfußlauf). Über die Pronation des Fußes, die muskuläre Arbeit des Fußgewölbes, seiner Bänder und Sehnen, die Achillessehne und die Wadenmuskulatur wird die Aufprallenergie abgepuffert und im Körper für den nächsten Vorwärtsschritt gespeichert.&lt;br /&gt;Vorfußlaufen ist also schonender und Energie sparender.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Prof. Lieberman kommt zu dem Schluss: &amp;quot;We hypothesize and there is anecdotal evidence that forefoot or midfoot striking can help avoid and/or mitigate repetitive stress injuries, especially stress fractures, plantar fasciitis, and runner&#039;s knee.&amp;quot; (Wir vermuten, und es gibt Anhaltspunkte dafür, dass Vorfuß- oder Mittelfußlaufen dazu beitragen kann, die Gefahr von Verletzungen, die durch wiederholt gleiche Bewegungsabläufe hervorgerufen werden, zu vermeiden und/oder zu verringern, insbesondere von Stressfrakturen, Plantasfasziitis und Runner&#039;s Knee.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Prof. Lieberman empfiehlt das Barfußlaufen als gesündeste Form des Laufens und ist über seinen Studien selbst zum Barfußläufer geworden: &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; frameborder=&quot;0&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/7jrnj-7YKZE&quot;&gt;&lt;/iframe&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Prof. Liebermans Ergebnisse sind nicht so leicht vom Tisch zu wischen, weil er kein selbst ernannter Wald- und Wiesenguru ist, und auch nicht von der Industrie abhängig, sondern als ernst zu nehmender Wissenschaftler an einer der renommiertesten Forschungseinrichtungen dieses Planeten lehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nochmals zur Erinnerung: Es gibt bis dato keine Studien, die die Schädlichkeit des Rückfußlaufens oder die gesundheitsfördernde Wirkung des Vorfußlaufens belegen.&lt;br /&gt;Prof. Lieberman forscht gerade als Erster über die Verletzungen, die durch die verschiedenen Lauftechniken verursacht werden.&lt;br /&gt;Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein!&lt;br /&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt; 
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    <dc:date>2012-02-02T17:12:36Z</dc:date>
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